Eine vielfältige Tier- und Pflanzenwelt, Strände in allen Farbtönen und dichter Dschungel – solche Attribute haben Costa Rica weltweit als beliebtes Ferienziel bekannt gemacht. Doch die Schönheit des zentralamerikanischen Landes zeigt sich nicht nur an den touristischen Hotspots, sondern auch in den versteckten und unbekannten Ecken. Von der kleinen Inselwelt bis zur Tour unter dem Vulkan: Es sind gerade die unberührten Gebiete, die den Horizont erweitern und dabei das Lebensgefühl des «Pura Vida» vermitteln. Gleichzeitig stehen die weniger frequentierten Regionen Costa Ricas für einen nachhaltigen Tourismus, der die Verbindung der Gäste zur Natur und zu den Einheimischen ins Zentrum stellt und der vor Ort auf unterschiedliche Weise gefördert wird. Respekt vor den lokalen Ressourcen und authentische Erlebnisse geben sich so die tropische Klinke in die Hand.

Der Pacuare ist ideal fürs Rafting. © © AdobeStock, Saintdags

Geheimtipps von gesellig bis gefiedert

Ein guter Einstieg ist die Nicoya-Halbinsel. In der Küstenstadt Montezuma trifft Bohème auf tropische Gelassenheit: Yoga unter Palmen, kleine Cafés, Kunsthandwerk und charmante Strände. Wer die Nicoya-Halbinsel weiter erkundet, erreicht schöne Strände wie die Playa Coyote – manchmal menschenleer, nur begleitet vom Rauschen des Pazifiks. Im Golf von Nicoya warten zudem Inseln wie die Islas Tortugas, deren weisse Strände und klares Wasser zu den schönsten des Landes zählen. Zurück an Land führt ein kurzer Pfad in den Dschungel zum Montezuma-Wasserfall. Über Felsen und Wurzeln geht es hinauf zu versteckten Naturpools – je höher man steigt, desto stiller wird es, bis nur noch Wasser und Vogelrufe bleiben. Kontrastreich geht es weiter ins Hochland nach San Gerardo de Dota. Auf über 2000 Metern herrschen klare Luft und sattes Grün. Wanderwege durchziehen die Wälder, Kolibris schwirren durch die Baumkronen, und mit etwas Glück zeigt sich der sagenumwobene Quetzal. Die Region gilt als Geheimtipp für Naturbeobachtende, weil sie ruhig und ursprünglich ist.

Üppige Landschaften rund um den Turrialba. © AdobeStock, Alexey Stiop

Vulkan, Vegetation, Vergnügen

Noch wilder wird es im Chirripó-Nationalpark. Nebelwald und weite Hochflächen wechseln sich ab, während sich Wandernde Schritt für Schritt Richtung höchstem Punkt des Landes vorarbeiten. Wer den Gipfel erreicht, wird mit einem Blick belohnt, der bis zum Pazifik reicht – ein Panorama, das die Vielfalt von Costa Rica auf einen Moment verdichtet. Wieder wärmer wird es rund um Turrialba: Der aktive Vulkan prägt die Landschaft, während der nahegelegene Pacuare-Fluss zu den besten Rafting-Revieren der Welt zählt. Zwischen Stromschnellen und Regenwald entsteht ein intensives Naturerlebnis, das ebenso roh und kraftvoll wie ursprünglich wild ist. Den entspannten Ausklang bietet die Karibikküste: In Manzanillo bestimmen Palmen, ruhige Strände und afro-karibische Einflüsse das Bild – und den Vibe. Im nahen Cahuita-Nationalpark wechseln sich Regenwald und Korallenriffe ab, was diesen gleichermassen zum Ziel für leichte Wanderungen wie Schnorchel-Ausflüge macht. Costa Rica zeigt sich so als Land der Kontraste und der Möglichkeiten. Gerade wer bereit ist, auch abseits der bekannten Pfade zu reisen, findet hier vor allem eines: allen erdenklichen Raum.

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