Nach einer langen und sorgfältigen Vorbereitungsphase erzielte Ortahisar eine herausragende Punktzahl und setzte damit einen wichtigen Meilenstein in seinem Engagement für nachhaltige Stadtentwicklung und den Schutz seines einzigartigen kulturellen Erbes.

Mit der Aufnahme Ortahisars steigt die Zahl der Slow Cities in Türkiye nun auf 29, wodurch die Präsenz des Landes in der weltweiten Cittaslow-Bewegung weiter gestärkt wird.

Ortahisar: Wo Geschichte auf entspanntes Leben trifft

Ortahisar, das es 2025 auf die Forbes-Liste „Die 50 schönsten Dörfer der Welt“ geschafft hat, ist ein absolutes Highlight für Reisende und ein unverzichtbarer Tipp für jede Bucket List der Region. Nur etwa 6 km von Ürgüp, einer der grössten Städte Kappadokiens, entfernt, fasziniert Ortahisar mit seiner charakteristischen in Felsen gehauenen Architektur, seiner historischen Burg und einer Skyline, die von bunten Heissluftballons geschmückt wird.

Im Zentrum der Stadt thront die Burg von Ortahisar, deren Ursprung bis in die Hethiterzeit zurückreicht. Heute zählt sie zu den höchsten Punkten der Region und bietet atemberaubende Ausblicke über Kappadokiens dramatische Landschaft. Die Burg ist in den Fels gehauen und verfügt über ein komplexes System aus Höhlen, Taubenschlägen und labyrinthartigen Tunneln – ein herausragendes Beispiel für eine der frühesten mehrstöckigen Siedlungen der Welt.

Rund um die Burg zeigen sich beeindruckende Beispiele der traditionellen Architektur Kappadokiens. Kopfsteingepflasterte Gassen, gesäumt von Aprikosenständen und rosenduftenden Teegärten, führen zu malerischen Tälern, die früher eine zentrale Rolle in der Landwirtschaft der Region spielten. In den Felslagerräumen dieser Täler wurden historische Produkte wie Äpfel und Kartoffeln aufbewahrt, ebenso wie Zitrusfrüchte aus dem Mittelmeerraum, darunter Orangen und Zitronen.

Ortahisar bietet zudem bedeutende religiöse Stätten, darunter die Sarıca-Kirche, die Cambazlı-Kirche, die Tavşanlı-Kirche, die Balkan-Deresi-Kirchen und das Hallaç-Deresi-Kloster. Sie alle zeugen vom tief verwurzelten spirituellen und kulturellen Erbe, das Kappadokien prägt.

Türkiye im Zeichen des Cittaslow-Geistes

Die Cittaslow-Bewegung entstand aus der Sorge, dass die Globalisierung das Stadtleben vereinheitlicht und seine besondere Identität bedroht. In Cittaslow-Städten geht alles bewusster und entschleunigt zu, während lokale Küche, Architektur, Traditionen und Geschichte sorgfältig gepflegt werden. Das Cittaslow-Türkiye-Netzwerk wurde 2009 ins Leben gerufen, als Seferihisar als erste türkische Stadt Mitglied wurde. Seitdem ist das Netzwerk stetig gewachsen, da immer mehr Städte beigetreten sind.

Heute umfasst Cittaslow Türkiye 29 Bezirke in 24 Provinzen aus allen sieben Regionen des Landes und unterstreicht damit die Bedeutung von Türkiye für den Erhalt ihres reichen kulturellen Erbes und ihrer lokalen Identität. Zu den 29 Cittaslow-Städten zählen Ahlat, Akyaka, Arapgir, Çameli, Demre, Daday, Eğirdir, Finike, Foça, Gökçeada, Gerze, Göynük, Güdül, Halfeti, İbradı, İznik, Kemaliye, Köyceğiz, Mudurnu, Ortahisar, Perşembe, Safranbolu, Şarköy, Şavşat, Seferihisar, Uzundere, Vize, Yalvaç und Yenipazar.

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