Abstecher an die Golfküste
14 Strände auf sieben Kilometern: Die kleine Insel Ko Samet sorgt für grosses Ferien-Feeling – und das unweit von Bangkok.

14 Strände auf sieben Kilometern: Die kleine Insel Ko Samet sorgt für grosses Ferien-Feeling – und das unweit von Bangkok.
Pattaya im östlichen Teil Zentralthailands ist ein illustrer Badeort. Wenige Kilometer südöstlich liegt jedoch eine Inselperle, die weniger bekannt sein dürfte. Gut, die Nähe zur Hauptstadt mag gerade am Wochenende so manchen Einheimischen nach Ko Samet locken. Und dass Thailands Nationaldichter Sunthorn Phu das Eiland einst in einem Epos verewigte, hat das Interesse am Reiseziel auch nicht gerade verringert. Dennoch lohnt sich die halbstündige Überfahrt mit der Fähre – sei es wegen der Badefreuden im konstant 30 Grad warmen Meer, sei es wegen der kulinarischen Genüsse.
Ob die Fähre oder das Schnellboot, die meisten Transportmittel legen im einzigen Inselort Ban Na Dan an. Von hier aus lassen sich die 14 Badestrände von Ko Samet einfach erreichen – die meisten sind von viel tropischem Grün umgeben. Der bekannteste Strand ist dabei sicher Hat Sai Kaew, auch «Diamond Beach» genannt. Der Name verrät es bereits: Auf einem Kilometer Länge ist schneeweisser Puderzucker-Sand Programm, dazu gesellen sich zahlreiche Möglichkeiten für Wassersport. Je weiter südlich man geht, desto einsamer werden danach die Strände. Sie alle erstrecken sich aber an der Ostküste der Insel, während die Westseite von Felsen geprägt ist. Die einzige Ausnahme bildet der Strand Ao Phrao. Er verzaubert im Westen auf 250 Metern und mit zahlreichen Mangrovenbäumen – perfekte Bedingungen, um den nächsten Sonnenuntergang zu bestaunen.
Apropos Sonnenuntergang: Auch nach der Dämmerung lohnt sich der Aufenthalt auf der T-förmigen und nur 13 Quadratkilometer grossen Insel. Abends werden an den Stränden nämlich Barbecues zelebriert, während überall Lampions, Laternen und Feuer für Stimmung sorgen. Auf dem Grill liegen dabei oftmals fangfrischer Fisch und Meeresfrüchte-Spiesse, die sich auf Bastmatten und Bodenkissen geniessen lassen. Entlang der Hauptstrasse von Ban Na Dan gibt es zudem kleine, preiswerte Restaurants. Anspruchsvolle FeinschmeckerInnen finden auf Ko Samet aber auch moderne Gourmet-Tempel.
Am nächsten Tag zeigt sich, dass Ko Samet auch Naturfreunden einiges zu bieten hat. Schliesslich gehört die Insel zum Khao Laem Ya Samet Marine Nationalpark. Wer hier zum Schnorcheloder Tauch-Ausflug antritt, trifft im Golf von Thailand somit auf eine intakte Unterwasserwelt. An den Korallenriffen tummeln sich Papageien- und Tintenfische, während an Land Makaken, Flughunde und Pazifikreiher heimisch sind. Weiter gibt es auf Ko Samet einen Naturpfad, auf dem man verschiedene Baumarten der Region kennenlernen kann. Allgegenwärtig ist der Cajeput-Baum, den die Thais «Samet» nennen – er verlieh der Insel ihren heutigen Namen.