Kiel – Die Maritime

Sie ist Ostsee- und Landeshauptstadt, sie verfügt über Strände und ein Schifffahrtsmuseum: Klar ist das Wasser im lebendigen und doch entspannten Kiel stets präsent. Das merken Feriengäste spätestens, wenn sie der Uferpromenade entlang flanieren und die nahen Kreuzfahrtkolosse bewundern. Manche werden bei diesem Anblick gleich selbst zu Passagieren und verbinden eine Stadtrundfahrt mit einem Segeltörn. Dabei prägt die maritime Perspektive nicht nur Hafen, Werften und Kiellinie, sondern auch die lokale Gastronomieszene: Gut bedient werden FeinschmeckerInnen in Fischbuden, gehobenen Gourmettempeln und Rooftop-Bars gleichermassen.

In Flensburg hat Rumhandel Tradition. © sh-tourismus.de

Flensburg – Die Skandinavische

In der Grenzstadt ist der Einfluss des nördlichen Nachbarn Dänemark nicht zu übersehen. Exemplarisch zeigt sich das etwa in der Freiraumgalerie «NORD:SYD», die Streetart von KünstlerInnen beider Länder im Zentrum vereint. Das internationale Kulturerbe reicht aber noch deutlich weiter zurück: So lassen sich vor Ort die faszinierenden Spuren des Rumhandels verfolgen – das traditionelle Gewerbe rund um Hochprozentiges wird noch heute mit einer Regatta zelebriert. Derweil lassen auf dem Museumsberg über 900 altehrwürdige Möbelstücke die Geschichte des ehemaligen Herzogtums Schleswig aufleben – es ist die grösste Sammlung ihrer Art in Deutschland.

Möllns Umgebung wird von Seen geprägt. © sh-tourismus.de

Mölln – Die Märchenhafte

Hier sind Erholungssuchende richtig: Der Naturpark Lauenburgische Seen im Südosten Schleswig-Holsteins zieht Gäste mit klaren Gewässern und sanften Hügeln abseits des Massentourismus in seinen Bann. Bei der Rückkehr indes zeigt sich: Der Ausgangspunkt Mölln selbst strotzt ebenfalls vor lohnenden Fotosujets, sei es nun das gotische Rathaus oder der Brunnen des lokalen Schelms Till Eulenspiegel auf dem Marktplatz. So oder so können sich BesucherInnen nach dem Ausflug auf ebenso hochwertige kulinarische Erlebnisse freuen: Als Spezialität gilt die «Lauenburger Platte», die regionale Zutaten und traditionelle Komponenten vereint.

Auf Grachtenfahrt in Friedrichstadt. © Friedrichstadt photocompany

Friedrichstadt – Die Holländische

Grachtenfahrten auf gemütlichen Booten, niederländisch-friesische Fusionsküche und unzählige Kanäle und Brücken: Man spürt in dieser Stadt, dass sie im 17. Jahrhundert von holländischen Siedlern geplant worden ist. Mehr zur bewegten Lokalgeschichte erfahren Neugierige in der Dauerausstellung des Museums «Alte Münze». Daneben legt der Ort die Messlatte auch für Naturfreunde hoch. Nur 15 Kilometer entfernt liegt nämlich schon die Nordseeküste mit dem berühmten Wattenmeer – es ist der perfekte Spot für geführte Wanderungen, Dünenspaziergänge und ausgedehnte Radtouren entlang von Deichen und Schafweiden.

Das Lübecker Ratshaus. @ zvg

Lübeck – Die Hanseatische

Eine von Wasser umflossene Altstadtinsel, eine eindrucksvolle Backsteinarchitektur und eine Skyline mit fünf grossen gotischen Hauptkirchen: Kein Wunder, gehört die Hansestadt bereits seit 1987 zum UNESCO-Weltkulturerbe. Wer vom Wahrzeichen Holstentor aus durch die mittelalterlichen Gassen und über 90 verwinkelten Gänge bummelt, trifft immer wieder auf idyllische Stiftshöfe und kleine, feine Restaurants. Nur 25 Kilometer entfernt warten derweil die Kurorte der Lübecker Bucht wie Timmendorfer Strand oder Scharbeutz: Feiner Sand und weit ins Meer reichende Seebrücken bilden dort eine unvergessliche Kulisse.

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